24.11.16

 

Feuerquallen und Feuer Qualen:

 

Die Muskeln verkrampfen, das Herz pocht mit 160 Schlägen die Minute, die Luft ist so dick, dass es kaum möglich ist normal zu Atmen, ich laufe in meinem Tempo aber es fällt mir von Schritt zu Schritt schwerer. 
Der Schweiss tropft auf den Boden, mein Geist will nicht mehr. 
Ich bin da wo ich sein will... an meiner Körperlichen und geistigen Grenze. 
Aber jetzt mal von vorne, es ist der 12.11.2016, ich stehe am Strand von Langkawi, Malaysia. 
Ich habe viele Monate hartes Training hinter mir. 12-40 Stunden die Woche. Nur um hier zu stehen. 
Vor mir 226 km. Mein 16ter Ironman. Neben mir 1100 andere Athleten. Alle mit einer ähnlichen Geschichte und mit dem selben Ziel: Ankommen und das persönliche Ziel erreichen. 
Dieser Moment kurz vor Start ist der schönste. Ich bin so nervös, es läuft Coldplay mit "Viva la Vida" nun ertönt das Horn und die Profis starten. Gleich sind wir Amateure dran. 
Warum tun wir das eigentlich, warum tut man sich das an? Und vernachlässigt man nicht viele Dinge wenn man so ein Hobby hat? NEIN, im Gegenteil. Es befriedigt mich nicht den Fernseher anzuschalten und mein Leben mit sinnfreien Sendungen zu verschwenden. Ich will die Welt sehen. Ich will mein Leben voll ausnutzen. Gesunde Ernährung gibt meinem Leben eine bessere Qualität, ich schlafe weniger aber intensiver, habe somit mehr vom Tag und auch im Job bin ich vitaler. Mein Hobby gibt mir Qualität im Leben und holt mich raus aus der emotionslosen Einöde, die sich Alltag nennt. 
Ich liebe mein Hobby kann aber ebensogut abschalten und mich auf andere Dinge konzentrieren. 
Nun der Startschuss 3,8 km, ich bin gut vorbereitet und Schwimme sehr sicher. Nach 1:14 verlasse ich das 29 Grad warme nass, wo Feuerquallen uns ärgern wollten. Unzufrieden mit der Zeit war ich nicht. Ich wollte zwar 8 Minuten schneller sein sollte nicht sein. Aber sich nun zu ärgern bringt jetzt nix. Ich sehe es nicht als Schwäche sondern als Entwicklungsfeld für die nächste Saison. So geht es jetzt auf die 180 km Radstrecke. 
Der Asphalt ist rau und teilweise schlecht aber die Radstrecke ist extrem gut zu fahren. Hier gibt es definitiv keine verbotene Gruppenbildung wie in vielen anderen Rennen. Nach 70 km fahren wir in den östlichen Teil der Insel. Hier sind es weit über 35 Grad und die Luft ist so, als wenn dir jemand einen Fön ins Gesicht hält. Ich schnappe an jeder Verpflegungsstelle 2 Flaschen und verstaue sie in meinem Rennanzug. Überall an der Strecke Kinder die drauf warteten unsere leeren Flaschen zu bekommen. Die Menschen sind hier anders als in Deutschland, sie Leben in einfachen und teilweise ärmlichen Verhältnissen. Aber sie sind immer freundlich und erfreuen sich über die kleinen Dinge. Es tut richtig gut sich mit ihnen zu unterhalten weil alle einfach so nett sind. 
Die Radstrecke ist nicht abgesperrt, teilweise fahren Sie neben uns und jubeln uns zu. Es ist mittlerweile so warm dass die Bremsen nicht richtig greifen. Alles ist nass und feucht. Die Nässe trocknet bei dieser Luftfeuchtigkeit nicht. 
Nun habe ich die 180 km hinter mir, es lief sehr gut. Immer getrunken (2 Liter/Stunde) und 5 Bananen sowie 3 Riegel gefuttert. Der Schnitt lag bei genau 34 kmh. Die Wechselzone ist eine klimatisierte Halle am Flughafen und die Helfer helfen uns sogar beim Helmausziehen. 
Raus aus der Halle liefen wir in einen Fön. Ich fand direkt eine gute Gruppe, ein Spanier aus meiner Altersklasse und eine deutsche Profifrau. Es war klar das es ein anderes Rennen wird und so verhielt ich mich. Direkt an jeder Verpflegungsstelle alle 2 Km Eiswasser und alles an Wasser sowie ISO rein was ging. Sowie feuchte Schwämme. Im Rennen ist man Gegner aber man hat auch Respekt untereinander, der Spanier und ich gaben uns Gegenseitig Schwämme und Wasser ab wenn wir merkten dass es dem anderen an was fehlte. 
Bei Km 12 dann kam die Sonne richtig raus und ich brutzelte in der Hitze. Nun wurde mir warm und ich bekam eine Gänsehaut... Kein gutes Zeichen. An der Verpflegungsstelle nahm ich erstmal eine Dusche Eiswasser sowie Salz und ISO. Ich brauche gut ne Viertelstunde um mich wieder zu fangen. Hier half mir meine Erfahrung sowie mein angeeignetes Wissen über das Verhalten des Körpers unter extremen Bedingungen. Es wurde nun der Kampf den ich im Kopf sooft im Training durchgegangen bin. Der Kampf gegen mich selbst. Mental eine wahnsinnige Herausforderung. Das ist das was ich suche. Die meisten Menschen wissen doch gar nicht was es heißt etwas aus eigener Kraft zu schaffen oder für was zu Kämpfen. Alles wird uns vereinfacht. Wir halten uns nur in unserer Komfortzone auf und werden durch die Technik und die Möglichkeit die wir heute haben dabei noch unterstützt.
Treten Probleme im Leben auf so kommen wir damit nicht klar und viele fallen in die Modekrankheit Depressionen oder reden es sich ein. Diese Entwicklung ist bedenklich, viele Menschen die wirklich depressiv sind werden so nicht für ernst genommen, was schade ist. 
Auch sind wir durch die Vereinfachung in allen Lagen im Leben schneller unzufrieden. Machen andere verantwortlich weil uns irgendwas im Leben fehlt. 
Ich denke wir brauchen im Leben Herausforderungen für unseren Geist, ich gehe z.b. immer die Treppe hoch auch wenn nebenan ne Rolltreppe ist. Glücklich sind wir doch in Wirklichkeit nur wenn wir selber was erreicht haben aus eigener Kraft. Etwas sich zu kaufen ist die eine Sache aber irgendwas selber gebaut zu haben. Ein Unikat herzustellen die andere. 
Mein Geist und meine Muskeln werden hier in Malaysia an ihr Limit getrieben und an die Grenzen. Nun kann man sagen, es ist gefährlich... NEIN, wenn man vernünftig mit dieser Situation umgeht kann man Geistig diese Grenze erweitern. So funktioniert auch Training für die Muskeln... Trainier ich immer mit den gleichen Gewicht habe ich irgendwann keine Entwicklung mehr. Ich bleibe auf der Stelle stehen und irgendwann gebe ich das Training auf oder es erfüllt mich nicht mehr da ich keine Entwicklung sehe. So schwindet irgendwann die Motivation. Aber zurück nach Malaysia... Meter um Meter laufe ich. Die Pace ist bei 4:40 nur von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle zwingen mich die Temperaturen zu gehen. Die Luftfeuchtigkeit würde ich ohne Eiswasser nicht weiter ertragen können. 
Immer wieder komme ich nach diesen in den Laufschritt und finde mein Tempo doch immer muss ich mit mir Kämpfen. Dann kommt es noch schlimmer: Unwetter... Regen und auf einmal steht die Straße 10 cm unter Wasser. Fritz-Walter Wetter (Anspielung auf das WM Finale 1954) sag ich mir und dann endlich in noch dickerer Luft und nach 10:25 Stunden für 226 km erreichte ich die Finishline... 
Ich erlebte auf und abs aber verlor nie den Glauben und akzeptierte jede Situation egal wie sie auch war. 
Egal was du im Leben vor hast. Probiere mal, dir was zu suchen was dich Fordert. Versuche das Leben so zu Leben, dass du "raus" kommst und du wirst sehen was es heißt Glücklich zu sein.


29.06.16

 

Das härteste Rennen der Welt? für mich wurde es das am 25.06.2016 in England, aber lest selber:

 

14:00 Uhr am Samstag und ich sitze in England auf dem Mountainbike und fahre den Wrynoss Pass hoch.
War heute nicht ein Triathlon mit 226 KM aufgeteilt in 3,8 KM Schwimmen, 180 KM Rad und 43 KM Laufen und das mit 5.600 Höhenmeter? 
Ja aber ich sitze auf dem Mountainbike und nicht am Rennrad.
Also was war passiert?
4:30 Uhr morgens ging es los auf die Schwimmstrecke. 
Ich war sehr gut vorbereitet, habe viel mit meinem Trainer Nico Irmler gearbeitet und auf allen möglichen Distanzen neue Bestzeiten aufgestellt. 
Grade im Schwimmen konnte ich mich deutlich besser verbessern.
Warum startete ich überhaupt in England? Ja, der Veranstalter warb mit dem Slogan: "world thoughest ironman" und das wollte ich unbedingt sehen.
Ich habe mir für den Wettkampf viel vorgenommen und hatte sogar durch meine Ernährungsumstellung 6 Kilo runter.
ganz ohne Verzicht auf irgendwas oder Kraftverlust im Training.
Hat sogar richtig spass gemacht. 
Nach 1:03:58 Stunden stieg ich aus dem Wasser. Neue Bestzeit. 
Wobei man sagen muss es waren 3,7 km und keine 3,8 
Aber auch wenn Ich die Pace draufrechne wäre es eine neue Bestzeit. 
Danke Coach.💪Nun ging als 27ter auf diese krasse Radstrecke mit den steilen Bergen.
Der erste KM war flach aber dann begannen direkt die ersten 7 KM berghoch mit knapp 540 Höhenmeter und um die 22% Steigungen.
Saugeil dieser Berg.
Ich machte Platz um Platz gut aber auch 2 Athleten fuhren an mir vorbei.
Ich ließ sie, entweder sie waren schneller als ich oder sie schießen sich jetzt schon ab. 
Meine Taktik war besprochen und ich wusste das ich ein starker Läufer bin, daher keine Kraft unnötig verschwenden.

Abfahrten mit Schutt auf der Straße und beschissene Straßenverhältnisse forderten Mensch und Material alles ab. In Keswick, dem nördlichsten Punkt der Strecke angekommen verfuhr ich mich dann kurz aber ein Brite rief mir zu: "Wrong way" 
Kurz gedreht und weiter ging es.
Ich fuhr an Honister Pass auf eine Gruppe auf mit Athleten, welche mich am ersten Berg überholten. 
Dieser Berg hatte nun 25% Steigung und die Jungs sahen echt fertig aus. 
Mein Motto ist immer:" Die Ente kackt hinten."
Bei den Jungs hatte die Ente vorne geschissen 

Bei KM 130 auf der Strecke fuhr dich durch eine unübersichtliche Kurve, hinter dieser stand ein Schaf auf der Straße.
Grade schaltete ich ein paar Gänge hoch aber musste dank dem Tier gleichzeitig hart Bremsen.
Es ist echt nicht einfach im linksverkehr zu fahren und vorallem wenn noch Hindernisse auftauchen muss man überlegen wie man ausweicht.
Meine Schaltung knackte kurz. 
Ich dachte mir nix dabei und fuhr weiter.
KM 140 dann der Checkpoint vor dem Highlight der Radstrecke, dem Hartknott Pass. 
Ein Berg mit 33% Steigung und nem eigenen Wikipedia Eintrag.
Ja, so steil ist das Ding. 
Kurz vor der Auffahrunfall passierte es: Ich wollte hochschalten und knack, das Schaltauge brach und der Umwerfer verbog sich.
Ich stieg ab und realisierte es: 
Das Rennen ist aus, vorbei, DNF, alle Arbeit umsonst, Traum zerplatzt.
Auf Platz 9 liegend mit guten Beinen und in bester Position nach vorne war das Rennen vorbei ! Aus !! 
Ich setzte mich hin und beobachtete 2 Athleten die mich überholten.
Kurz darauf hielt ein Auto an. 
Ich fragte ob er mich mitnehmen könne zurück zum Checkpoint. 
Natürlich machte er es. 
Total deprimiert stieg ich ein.

Am Checkpoint angekommen legte ich mein Rad ab und versuchte meine Supporter mit dem Handy der Marshalls zu erreichen. 
Leider war der Empfang so schlecht dort, dass ich über eine Stunde brauchte um sie zu erreichen und zu bitten mich abzuholen.
In dieser Zeit verschenkte ich meine noch übrigen Gels und Riegel an die Athleten, welche zum Checkpoint kamen. 
Bei diesen Extremen Triathlons hilft man sich, anders als bei den Rennen der Firmen Ironman oder Challenge.
2013 beim Swissman z.b. kippte ich um und ein mir folgender Athlet half mir mit Salztabletten aus. 
2015 in Österreich half mein Support einem Griechen, welcher seinen Support verloren hat und nix zu essen mehr hatte.
hier ist es ein Miteinander und ein respektvoller Umgang unter den Athleten.

Ich fragte noch am Checkpoint nach wie weit es zur Wechselzone ist und wann die Cut off Zeit ist. Leider waren es noch 40 KM mit über 1.400 Höhenmeter und 3 Stunden bis zum cut off. Das hätte ich nicht zu Fuss geschafft.
Ich wäre gelaufen, wenn es realistisch wäre!
Dann der Anruf meiner Supporter:"wir können dir ein Mountainbike bringen dann kannst du wenigstens finishen. Haben mit dem Veranstalter geredet."
Oha dachte ich nur und war aufeinmal voll Adrenalin geladen und Happy: ja man du kannst finishen, wenigstens diese Chance hast du noch. 
Ich hätte beide umarmen können und schreien. Ja ich wusste Top 10 ist nicht mehr zu machen, sogar ein Platz in den Top 50 nicht mehr aber ein ankommen ist möglich. 
Einfach weiter das tun was ich liebe: in Bewegung sein, Teil von einem tollen Rennen und das tun warum ich mit dem Sport angefangen habe, in Bewegung sein und Glücklich dabei. 
Um 13:40 kam dann mein Mountainbike und ich durfte weiterfahren nach 3:30 am Straßenrand. 
Ich bedankte mich bei Gianni und Daniela, sie haben was ganz besonderes für mich getan was ich im Leben niemals vergessen werde. 
Und schwupps fuhr ich weiter. Nach ca. 30 Minuten war das Adrenalin raus aus meinem Körper und ich realisierte wieder wo ich war: "the World thoughest Ironman" 
Wieder hing ich an einem Berg, das Fahrrad war nicht wirklich fürs Bergfahren geeignet und ich hatte in den ganzen Stunden nix gegessen sowie fast alle Riegel und Gels verschenkt. 
Ich war leer. Ich quälte mich auf extremste Art und Weise, so wie ich es vorher noch nie kannte.
Was vor mir lag? Ich musste noch einen 43 KM langen lauf machen auf den höchsten Berg Englands.
Ich versuchte mich immer wieder zurückzuholen aber in der Wechselzone angekommen sagte ich zu meinem Supportern: "Das wars ich höre auf!" 
Doch aufgeben ist nie eine Option und ich hätte es auch nicht getan oder etwa doch?
Meine Supporter ermutigten mich:
"mach weiter", "du schaffst das"
Ich glaube es waren meine negativen Gedanken die einfach nur raus mussten. Ich war wirklich mental leer. 
Keine Energie mehr, leer ! 

Ich fing mich etwas, aß was und startete auf die Laufstrecke. 
Meine Supporter fuhren mit dem Mountainbike vor und an den Checkpoints trafen wir uns immer wieder.
Die ersten 11 KM liefen noch einiger maßen gut.

Ich überholte einige und konnte mich wieder etwas konzentrieren.
Dann folgte der lange und steile Aufstieg auf den Skafell Pike, den höchsten Berg Englands. 
Es war hart, verdammt hart und am.Ende mussten wir wirklich fast klettern. Ich suchte mir brav ne Gruppe damit ich mich nicht verlief. Nebel und Regen erschwerten den Aufstieg. 
Man war das Steil.
Die 23 KM bis zum Gipfel dauerten alleine 4:07 Stunden. 
Nun ging es Bergab. 
Bergrunter läuft es alleine? 
Dann steigt den Du brauchst viel Kraft und Konzentration dafür. Ein falscher Schritt und es wäre sonst was passiert. "World thoughest ironman" passte.

Unten wieder angekommen erwarteten mich meine Supporter und ich startet noch leerer als in der Wechselzone die letzten 11 KM zum Ziel.
Es waren so viele negative Gedanken in mir und immer wieder die Frage. Wofür das alles. 
Viel vorgenommen und Treppchen als Ziel gesetzt aber nun waren meine Gegner keine Sportler sondern die Strecke und ich selbst. 
Diese ganzen Sportler vor und hinter mir sind Kämpfer, wurde mir bewusst. Menschen die ein Ziel verfolgten, genau wie ich, Menschen die ihre eigenen Geschichten haben und heute ihre Geschichte für diesen Triathlon schreiben. 
Und genauso einer war ich jetzt auch. Ich hatte meine eigene Geschichte geschrieben bzw schrieb sie grade und habe dank meiner Supporter und meinen willen nicht aufgegeben und darum geht es doch beim Sport: Immer alles geben! Kämpfen bis zum letzten und niemals aufgeben!
Verlieren kann man aber es ist erst eine Niederlage wenn man aufgibt !

Es war der härteste Triathlon der Welt, für mich für alle anderen und für meine Supporter.

Um 22:48 lief ich dann nach über 18 Stunden im Ziel ein.

Danke an alle die mitgefiebert haben und vorallem Danke an meinen Support und meinen Trainer !!!

Next Stop: Ironman in Übersee😀


06.06.16

 

Wie ist das eigentlich, wenn der Körper eine Pause braucht? Zwinge ich mich dann trotzdem zum Sport oder mache ich besser Pause?

 

Natürlich würde ich in erster Linie immer sagen: "Höre auf deinen Körper und mach Pause!" 

 

Aber geht man hier genauer ins Detail sollte man sich hinterfragen einen wirklich der Körper bremst, der Kopf oder ob ich mich einfach nur aufgrund falscher Ernährung oder Dehydration schlecht fühle.

 

2016 ist ein komisches Jahr, der Winter will einfach nicht aufhören und auch das Wetter spielt verrückt. 

Kalt, Warm, Schwül. Der Körper passt sich den Temperaturen an und dann ändert sich wieder das Wetter und er muss einen neuen Anpassungsvorgang starten.

Was passiert?

Organe und Immunsystem benötigen mehr Energie, mehr Sauerstoff und auch mehr Wasser. 

Der Körper arbeitet mehr und dadurch sind wir auch "unterzuckert" unser Blutzuckerspiegel ist im Keller. 

Heißt; wir fühlen uns schlapp, bekommen Kopfschmerzen und haben einfach keinen Bock uns aufzuraffen.

 

Zählt man 1 und 1 zusammen, dann könnte man hier mit mehr trinken sich wieder besser fühlen. 

Optimal bei dem Wetter sind mindestens 2 Liter am Tag oder mehr. 

Natürlich wäre Cola die falsche Wahl. 

Wasser und ab und zu mal Schorle im Verhältnis 1 zu 3 (1/3 Saft und Rest Wasser) unterstützt den Körper dabei unseren Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten.

 

Hast du es ausprobiert und du merkst, du fühlst sich besser, dann lag es an deiner Ernährung. 

Geht es Dir aber immer noch nicht gut, dann lass es besser sein und gönne deinem Körper eine Pause.

Das wichtigste ist Deine Gesundheit, die geht immer vor aber hinterfrage dich immer Warum geht es dir nicht gut.

 

Weniger ist meistens mehr.

 


11.04.16

 

Wie funktioniert das eigentlich wenn man Mutter ist?!

Kann eine Frau trotzdem noch Sport machen oder ist ein Kind wirklich ein 24 Stunden Job,

welchen man mit seinem Hobby nicht verbinden kann?

Britta erzählt und motiviert uns aus Ihrer Erfahrung als Mutter und Sportlerin:

 

 

Mein Name ist Britta und ich bin zarte 26 Jahre alt *lach*. Ich bin seit fast 5 Jahren glücklich verheiratet und seit zwei Jahren Mutter eines fantastischen Sohnes. 

Mit dem Kleinen kam auch meine bisher größte Strapaze, die Last viel zu viel auf der Waage angezeigt zu bekommen. Nein ich habe es mir nicht nur angefressen und auch nicht die Schwangerschaft war Schuld.

Der Kinderwunsch und der Weg überhaupt zu einem solchen Wunder zu kommen hat mich leider Gottes zu solch Hohem Gewicht gebracht.

Ich hatte vorher nie Probleme und habe mich auch seit meinem 15 Lebensjahr nicht mehr sportlich betätigt. Hier und da gab es mal versuche etwas zu starten, jedoch bin ich einfach nicht für ein Fitnessstudio gemacht. Der Weg dahin, war mir schon zu anstrengend. Oder anders gesagt, sich aufzuraffen viel mir sehr schwer.

Als der Kleine Mats dann endlich da war, und wir uns glatt dagegen entschieden ein zweites Auto anzuschaffen, blieb es nicht lange aus, dass ich das ein oder andere zu Fuß erledigen musste. Frische Luft tut den Kleinen immer gut, wir wohnen zentral und alles ist mit Bus und Bahn zu erreichen.

Wie das so ist möchte man eine hübsche Mama sein und stellt schnell feste, dass der Körper nicht mehr der selbe ist wie vor der Schwangerschaft (speziell das Körpergewicht ist jetzt nicht gemeint) und immer noch einige Pfunde zuviel drauf sind.

Im Frühjahr 2015 hat es mich dann endlich richtig gepackt und es wurde aus kleinen Einkaufsrunden einfach größere Walkeinheiten, die mit einem Einkauf verbunden wurden. Der Kinderwagen hatte auf dem Rückweg dann das doppelte Gewicht *lach* Ich habe teilweise soviel gekauft, dass noch die Wickeltasche am Lenker mit dran glauben musste.

Irgendwann packte es mich spontan von Ründeroth über die Dörfer zu meinen Eltern nach Loope zu walken. Knapp 10 Kilometer waren es, und Mats war von Anfang an gut an den Kinderwagen gewöhnt. An meckern war einfach nicht zu denken.

Nach ein paar Monaten, merkte ich aber dass mich das Walken einfach nicht mehr forderte. Durch gesunde Ernährung und regelmäßige Walkeinheiten hatte ich bis hier hin schon ein Großteil meines Erfolges geschafft.

Mein Neues Projekt war dann, der Versuch zu laufen. Ich startete Abends  allein eine kleine Laufeinheit. Ziemlich fertig kam ich nach Hause und hatte nur 3,5 km geschafft. 

Der Ehrgeiz hatte mich aber gepackt und weitere kleine Runden folgten.

Leider kam das nächste Problem. Das Gewissen! Mein Mann auch ständig unterwegs (Fußball), ich dann auch noch an unseren Familienabenden allein unterwegs. War nicht so richtig das was ich wollte.

Schließlich, musste ein Neuer Buggy her, mit dem ich ohne Probleme eine Runde auch mit Mats laufen konnte. Ich ergatterte einen Schnapper über Facebook und los ging es.

 

Höchstens einmal die Woche lief ich allein und ein bis zweimal wöchentlich mit Mats. Eine Gute Planung dahinter muss natürlich vorhanden sein. Aber dadurch das ich eben kein Auto vor der Tür stehen habe, kommt auch nicht so schnell die Idee nicht zu gehen und man macht und LÄUFT

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich zu einer Läuferin werde. Ich glaube mein Mann staunt auch heute noch. 

Mittlerweile ist der Kleine plus Kinderwagen einfach zu schwer und ich laufe nur noch selten mit ihm. Eher wenn mein Mann dann auch Zeit hat und wir eine Runde zu Dritt laufen.

Gemeinsam mit meiner kleinen Familie ist dann auch mal ein Highlight.

Heute, nutze ich meine Mittagspause zu Hause, wenn der Kleine schläft (ich lasse ihn nicht allein zu Hause, das Babyphone wandert eine Etage nach unten zur Tante), meinen freien Dienstagabend an dem Mats immer bei Oma schläft, oder meine Freizeit wenn mein Mann zu Hause ist.

Das alles funktioniert nur, wenn man eine super Familie hat, die einen unterstützt. Und nicht zu vergessen einen Ehemann der Verständnis dafür hat und sogar das ein oder andere Mal mit zum Laufen kommt.

Manchmal weiß ich auch nicht wie ich alles unter einen Hut bekomme, aber es funktioniert! Mit Spaß an dem was man macht, schafft man alles!

Zwischen Familie, Sport und meiner geliebten Arbeit in Köln, nähe ich mittlerweile noch aus Leidenschaft. Schaut doch mal auf meine Facebook Seite Made by ME – selbstgenähte Kinderbekleidung & Accessoires vorbei.

Ich habe endlich ein Neues Hobby und bin mächtig stolz darauf. 25 Kilo habe ich geschafft und halte mein Gewicht, obwohl ich ohne Ende sündige.

Der Spaß am Sport und vor allem an einer überwiegend gesunden Ernährung haben mich ans Ziel gebracht und halten mich auch dort.

Mein Ziel 2016 ist der Halbmarathon in Köln, wo ich mich jetzt schon auf das Gesicht meines Mannes und von meinem Kleinen freue.

Durch das super Bootcamp jeden zweiten Sonntag bei Marcus, hat sich eine Truppe gefunden, die sich auch unter der Woche zu gemeinsamen Läufen motiviert.

 

 

Mein Geheimrezept:

 

 

Sport und natürlich eine gesunde Ernährung bringen Dich immer zum Erfolg, du musst nur daran Spaß haben. Als positiven Nebengeschmack lernt man viele neue Leute kennen.

Gegenseitige Motivation ist die Beste Medizin.


29.03.16

 

Cynthia ist ein Musterbeispiel für Motivation und Ernährung, der Sport hat ihr Leben komplett verändert.

Sie hat viel mit gesunder Ernährung ausprobiert und weiß, dass gesundes Kochen nicht schwer ist und Spaß machen kann.

 

Sie bloggt heute mit einem besonderen Rezept für uns, lest und lasst Euch überraschen:

 

 

 

Pizza mit Zucchiniboden

LOW CARB – Rezept

 

Bevor ich das Rezept hier zum Besten gebe, hier ein paar kurze Infos über das WIESO, WESHALB und WARUM ich unbedingt einen Pizzaboden ohne herkömmliches ‚weißes’ Mehl ausprobieren wollte.

 

Ich habe mich in den letzten 1 ½ Jahren viel mit ‚gesunder’ Ernährung beschäftigt und auch vieles ausprobiert. Dazu gehört unter anderem auch der Verzicht auf Weißmehl und somit auch auf Produkte wie Brot, Brötchen, Kuchen, Nudeln und die heißgeliebte Pizza. Dadurch habe ich gelernt, dass es für alles eine ‚Lösung’ gibt.

 

Bei diesem Low Carb-Rezept hat mir besonders gut gefallen, dass der Boden zusätzlich zu den vitaminreichen geraspelten Zucchini auch mit Hüttenkäse und Eiern vermengt wird. Ich finde es immer schwer, täglich genug Proteine zu sich zu nehmen und bin froh über jede zusätzliche Eiweißquelle.

 

Es ist kein schnelles Gericht sondern erfordert schon ein bisschen Vorarbeit und Zeit. Man muss sehr vorsichtig mit dem gebackenen Boden umgehen, da er nicht so stabil ist wie ein normaler Pizzaboden, aber ich fand ihn sehr lecker und somit war er die Mühe wert. Schön ist auch, dass man sich belagtechnisch austoben kann.

 

Guten Appetit.

                                                                     

 

Zutaten für eine runde Pizza:

 

2 Zucchini

200g Körniger Frischkäse light

2 Eier

 

Passierte Tomaten

Kräuter

Meersalz

Pfeffer

 

Belag nach Wahl

 

 

Zubereitung:

 

Die Zucchini raspeln und mit etwas Meersalz vermengen (Vor dem Raspeln am Besten ein kleines Stück probieren, da Zucchini ab und an mal bitter schmecken können. Bittere Zucchini sind ziemlich ungesund und sollten auf gar keinen Fall verarbeitet werden!). Während diese Mischung etwas zieht den Körnigen Frischkäse in einem Sieb ‚waschen’, damit eine relativ trockene Masse übrig bleibt.

Dann die geraspelten Zucchini gut auspressen. Das klappt sehr gut mit einem Geschirrtuch. Die Masse für den Boden muss so trocken wie möglich sein.

 

Die geraspelten Zucchini, mit dem Körnigen Frischkäse und den Eiern vermengen und je nachdem in die vorab eingefettete runde Form oder auf einem eingefetteten  Backblech verteilen (für ein ganzes Backblech müsste die doppelte Menge reichen).

 

In dem vorgeheizten Ofen (220 Grad Umluft) auf der mittleren Schiene mindestens 20 Minuten backen.

 

Wenn der Boden fertig gebacken ist, wird dieser mit der Tomatensoße (passierte Tomaten, Kräuter nach Wahl, Pfeffer, Meersalz) bestrichen und kann nach Belieben belegt werden. Hierbei sollte man darauf achten, dass der Belag nicht allzu ‚nass’ ist, damit der Boden nicht wieder aufweicht.

 

Dann kommt die ‚Pizza’ abschließend noch einmal für ca. 10 Minuten in den Ofen. Sie ist fertig wenn der Käse zerlaufen und ein bisschen gebräunt ist.

 

Eure Cynthia

 

Probiert es doch mal aus, kann Euch nur sagen es lohnt sich und schmeckt besser als so manche Pizza im Restaurant.

Außerdem macht es doch viel mehr Spaß etwas selber zu kochen als sich bekochen zu lassen.

Empfehlen möchte ich an dieser Stelle noch www.lizza.de

Low Carb Pizzateig und mein Partner in dieser Saison. Schaut mal rein und testet es mal.



23.03.16

 

Trainingslager 2016, das heißt 2 Wochen Urlaub und viel viel Sport.

Gran Canaria ist meine zweite Heimat und so ging es dies Jahr zum neunten mal auf die Insel um dem Alltag zu entfliehen und um Rad-Kilometer zu sammeln für die Saison 2016.

Am Ende waren es fast 1.300 KM in den 2 Wochen mit über 27.000 Höhenmetern.

Gran Canaria ist nicht flach, es ist bergig.

Genau richtig für meine Ziele dies Jahr. 

Im Juni geht es nach England zum TriathlonX, ein Ironman mit 5.800 Höhenmetern.

Ich muss 3,8 KM Schwimmen im kalten Wasser, dann 180 KM Radfahren (u.a. auf den Hardknott-Pass, den steilsten Berg in England) dann 42 KM laufen. 

Das schwierigste ist, sich mental auf sowas vorzubereiten, da du nie weißt was du im Wettkampf durchmachst. Doch im Training sich in mentale Herausforderungen zu begeben ist auch nicht richtig, da der Körper nach harten Einheiten zu lange braucht um sich zu erholen. Die Balance zu finden und Kraft zu sammeln für den Wettkampf ist das entscheidende. Daher freue ich mich, dass mich in diesem Jahr TRITRAIN unterstützt um mich auf den Wettkampf vorzubereiten. 

Diese Woche ist Ruhewoche und ich lasse meinen Köper sich von 2 Wochen hartem Trainingslager erholen, das heißt, dass ich nur wenig trainiere, viel Schlafe und das richtige esse.

Da ich selber Ernährungstrainer und Trainer für Ernährung im Hochleistungssport bin kann ich das selber gut einschätzen, so gibt es diese Woche viel Eiweißreiches und viele Ballaststoffe.

Jeden Morgen esse ich Müsli mit Sojamilch, zwischendurch bis zu 7 Bananen, abends Gemüse, wie z.b.: Zucchini und Paprika gebraten, Weintrauben, Kakao sowie Schwarzbrote mit gutem Eiweiß, welches in Quark enthalten ist und das in der Kombination mit Marmelade.

Es ist wichtig sich in der Entwicklungsphase ordentlich zu Ernähren, da unsere Leistung nicht während des Trainings besser wird, sondern in der Regeneration. Ein guter Tipp, so finde ich, ist die Biologische Wertigkeit zu googlen. Hier gibt es gute Tipps, wie man Lebensmittel kombinieren kann um "Qualität" in den Körper zu bekommen.

Googled einfach mal und probiert es aus. 

Beschäftigt Euch mal mit den Dingen drumherum. Eine Stunde Laufen nach Gefühl ist gut, jedoch kann man in einer strukturierten Trainingseinheit, die 30 Minuten dauert, mehr erreichen als in 60 Minuten monotonem Lauf.

Setzt neue Reize, egal ob ihr schneller werden wollt oder abnehmen wollt.

Es gilt für jeden und nicht nur für Spitzensportler.

Ebenso sollte die Trainingswoche aus einem strukturierten Dehn- und Stabi-Programm bestehen.

Eine gedehnte Waden- und Oberschenkel-Muskulatur bringt uns einen größeren Laufschritt und das macht uns schneller.

Das so genannte Lauf-ABC sollte in jedem Trainingsplan mindestens 1xWoche drin stehen.  

Das wichtigste ist allerdings das du deinen Sport oder dein Ziel aus Überzeugung und mit Spaß ausübst, wer was gerne macht ist motiviert und erreicht sein Ziel schneller oder besser.